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News und Berichte

Trauerfeier

für POK Michael Stäber

Foto: M.Biesinger
Foto: M.Biesinger

Am 03.06.2021 um 12:30 Uhr fand in würdevoller Umrahmung, gestaltet durch die Direktion 400, die Trauerfeier für unseren geliebten und geschätzten Kollegen, Kameraden und Freund Michael Stäber statt.In einer hochemotionalen Stimmung wurde in zwei Redebeiträgen dem dienstlichen und persönlichen Werdegang Michas gedacht.

Musikalisch wurde die Verabschiedung durch ein Blechbläserensemble des Landespolizeiorchesters Hessen sowie durch PHK Hopf begleitet.

Herzlichen Dank sagen wir allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlen und ihre Anteilnahme auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht haben.

EPHK´in Sybille Breer, Leiterin des 10. Polizeireviers, Frankfurt

Auszug aus der Traueransprache:

"Michael Stäber hielt große Stücke auf die Eigensicherung, wie sein Projekt "Machete in Kunstharz" gezeigt hat. Solch ein martialisches Zeichen mag der Wachsamkeit, als Warnzeichen im Polizeidienst dienlich sein. Wie aber steht es um die innere Sicherheit? Ist diese nicht ebenso wichtig und nötig? Das innere Gleichgewicht, der innere Frieden. Wie ist der zu sichern und zu befördern? Bei mir selbst, beim Nächsten. Was kann man tun?

Wenn Gefahr im Verzug ist, verfügt die Polizei bei Türöffnungen über ein breite Palette. Neben kleinen unscheinbaren Instrumenten stehen ihr klassische Rammen für zwei oder vier Hände zur Verfügung. Im Ernstfall muss die Tür eben aufgehen, egal wie.

Damit ein Mensch sich öffnet, sind andere Wege zu gehen. Viel Geduld und Feingefühl ist von Nöten. Aber auch ein Wissen darum, dass erfolgreiche Teamarbeit - ohne die Polizei heute nicht mehr denkbar ist - auch eine innere Dimension hat. Sich mitteilen, sich anderen anvertrauen, zumal dann, wenn der innere Druck steigt, ist keine Schwäche, vielmehr Ausdruck von Professionalität und von Verantwortung für die eigene Gesundheit und die anderer.

Der "Machete in Kunstharz" würde ich darum gerne eine Klinke zur Seite gesellen. Eine Türklinke, die daran erinnert, `die eigene Tür´ beweglich zu halten, ggf. zu öffnen. Nicht jedem und nicht jederzeit, nicht gleich sperrangelweit, aber doch jenen Spalt weit, der mehr erlaubt, wenn es nötig und heilsam ist. Auf Kunstharz könnte man dabei getrost verzichten, denn jede der Klinken, die wir täglich vielfach drücken, taugt als Erinnerung.

Der Polizeiberuf verlangt viel ab, erst recht, wenn `ganze Hingabe´ im Spiel ist. Wem das zu schwer wird, hat allemal Hilfe verdient. Sie wächst einem zu, wenn man danach fragt."

Ltd. Polizeipfarrer Wolfgang Hinz