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Anstoß zum Nachdenken

Ewigkeit im Herzen

Monatsspruch September

Ewigkeit im Herzen

Frankfurt erfreut sich neu seiner alten Geschichte im Herzen der Stadt. Am Fuß des Domes markieren seit den 70er Jahren Ausgrabungen ihre Keimzelle an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen. Diese römisch-mittelalterlichen Mauerreste wurden jetzt im Zuge der Altstadtrekonstruktion wirkungsvoll in neues Licht getaucht. Ein messingbeschlagener Kasten beschirmt und beleuchtet aus luftiger Höhe die Grundmauern der Pfalz des 8./9.Jhd. Seine Ausmaße entsprechen der alten "Aula Regia", der Königshalle. An dieser zentral gelegenen Stätte hielten Karl der Große und seine Nachfolger Reichsversammlungen ab mit Beschlüssen europäischer Tragweite.

Vergangenheit und Zukunft begegnen sich hier auf wundersame Weise. Zeugen die Mauerstümpfe von einstiger Größe und ihrer Vergänglichkeit, suggeriert der goldene Schrein die Dignität geschichtlicher Fernwirkungen, denen nicht nur die Stadt Frankfurt einiges verdankt. In dieser Spannbreite lässt sich gut tagen. Verbirgt sich doch im Innern ein moderner Saal, der - so ganz heutig - anzumieten ist.

Ein Bibelwort, Monatsspruch für September, thematisiert auf eigene Weise diese Spannung der Zeit, Anfang und Ende, Schönheit und Vergänglichkeit - zuversichtlich, dass in Gottes Ewigkeit alles gut aufgehoben ist, schwer fassbar für den Verstand, dem Herzen aber zugänglich:

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3,11)

Foto & Text: Wolfgang Hinz