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Anstoß zum Nachdenken

Gastfreundschaft

Juni-Gedanken

Gedrängel unter dem Frankfurter Adler bei Abreise der siegreichen Gäste, der "Adler",  nach ihrem Empfang im Römer.  Foto: W.Hinz
Gedrängel unter dem Frankfurter Adler bei Abreise der siegreichen Gäste, der "Adler", nach ihrem Empfang im Römer. Foto: W.Hinz

Gastfreundschaft fällt nicht schwer, wenn es sich wie an Pfingsten um siegreiche Heimkehrer handelt. Für die "Frankfurter Eintracht", den DFB-Pokal in Händen, öffnete die Stadt Tore, Plätze und Römerbalkon. Diese Ehre wäre der Mannschaft wohl auch dann zuteil geworden, wenn sie als Zweit-Finalist zurückgekehrt wäre. So aber kannten die Freude und das Gedrängel erst recht keine Grenzen.

Helden nimmt man gerne bei sich auf, zumal, wenn es ihnen anzusehen ist. Engel stellen sich u.U. erst später als solche heraus, sie zu beherbergen bedarf ggf. der Überwindung.

Diese Erfahrung macht in der Bibel der Ahnvater Abraham, als drei Unbekannte vor seinem Zelt erscheinen. Er bewirtet die Fremden großzügig und diese kündigen ihm die Geburt des ersehnten Nachkommen an - zur Erheiterung seiner betagten Gattin, die sich dar ob das Lachen nicht verkneifen kann. Erst im Nachhinein begreifen die beiden, wie recht die Fremden hatten und dass es sich bei ihnen wohl um Gottes Abgesandte gehandelt haben muss.

Rückblickend sieht manches anders aus und darum tut man gut daran, sich im hier und jetzt beweglich und empfänglich zu halten. Alte Kontakte können sich bisweilen als segensreich erweisen:

"Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt." (Hebr. 13,2 - Monatsspruch für Juni)

Ltd.Polizeipfarrer Wolfgang Hinz